Kleine Uhrenkunde

Uhren sind kleinste bis große Wunderwerke der Technik, begleiten täglich unser modernes Leben, machen es planbar und präzise.

Sie unterscheiden sich in Antriebsart, Funktionen, Anzeigeart, Größe, Materialien, Verwendungszweck, Formen, Design und individuellen Accessoires.

Mechanische Uhr

Ein komplexes technisches Wunderwerk das die ursprüngliche handwerkliche Uhrmacherkunst am besten widerspiegelt. Mit mehrstufigem Zahnradgetriebe, einem Antrieb Gewichtszug, Federwerk), der ein Schwingsystem in Gang setzt, sowie Zeitanzeige-Elementen. Für Zusatzfunktionen enthalten mechanische Uhren ggf. zusätzliche Räderwerke, z. B. eine Stoppeinrichtung, ein Wecker- oder ein Spielwerk.

Je nach Unterart und Größe werden mechanische Uhren von Hand aufgezogen (Krone, Schlüssel, Kurbel) oder durch einen Elektromotor. Die aufwändigen mechanischen Armbanduhren mit Handaufzug sind sehr begehrt und „adeln“ ein wenig auch ihre Besitzer.

Automatikuhr

wird eine Variante der mechanischen Armbanduhr mit zusätzlichem Selbstaufzug bei Bewegung genannt. Eine meist halbkreisförmige, kugelgelagerte Schwungmasse (der Rotor) zieht bei Bewegungen das Federwerk in kleinen Schritten kontinuierlich auf.

Oft ist der Automatik-Teil des Kleinuhrwerkes („Kalibers“) durch eine gläserne Gehäuse-Rückseite sichtbar.

Handelt es sich bei der Automatikuhr um ein Sammlerstück oder wird die Uhr für längere Zeit nicht getragen, kann sie mit einem elektrischen „Uhrenbeweger“ in Gang gehalten werden.

Funkuhr

Darunter ist eine Quarzuhr zu verstehen, die in bestimmten Abständen von einem Zeitzeichensender Funksignale empfängt, über die ihre Ganggenauigkeit überprüft und gegebenenfalls nachjustiert wird. Das Anzeige-Ergebnis: internationale Atomzeit in PC´s, als Wand-, Bahnhofs-, Groß-, Armbanduhren und als Funkwecker.
Sie stellt sich automatisch auf Sommer- und Winterzeit um.

Chronograph

(auch mit „f“) Damit wird ein „Zeitschreiber“ (laut altgriechischer Begriffs-Bedeutung) bezeichnet. Eine analoge Armband- oder Taschenuhr mit Stoppuhr-Funktionen, die über seitlich angebrachte Drücker aktiviert werden. Für die Anzeige der Stoppzeiten gibt es zusätzlich kleine Zifferblätter und Zeiger.

Achtung: Ein „Chronometer“ ist etwas anderes, nämlich eine Uhr mit geprüfter außergewöhnlich hoher Ganggenauigkeit und in der Regel ohne Stoppuhr-Funktionen.

Elektronische Uhr

Werden alle oder ein Teil der Funktionen einer Uhr elektronisch geregelt, spricht man von einer elektronischen Uhr.

Heute ist damit meist eine batteriebetriebene Uhr mit Quarzwerk gemeint. Gegenüber mechanischen Uhren meist preiswerter angeboten werden, durch die vereinfachten Uhrwerke. Die Ganggenauigkeit erhöht sich bei Integration einer zusätzlichen Funkuhr-Funktion.

Digitaluhr

bezeichnet eine Quarzuhr mit digitaler Zahlen-Anzeige, die entweder mit Flüssigkristallen (LCD-Anzeige) oder Leuchtdioden (LED-Anzeige) dargestellt wird.